Es gibt viele Arten von Wechselstrommotoren, aber ihre Hauptkomponenten und Funktionsprinzipien weisen Ähnlichkeiten auf. Hier nehmen wir den gebräuchlichsten Drehstrom-Asynchronmotor (oder Induktionsmotor) als Beispiel für eine detaillierte Erklärung, da er den Großteil der industriellen Anwendungen ausmacht.
Wechselstrommotoren bestehen im Wesentlichen aus zwei Kernkomponenten: Stator und Rotor. Diese sind durch einen Luftspalt getrennt und haben keine direkte elektrische Verbindung.
1. Stator
Der Stator ist der stationäre Teil eines Motors, und seine Hauptfunktion besteht darin, ein rotierendes Magnetfeld zu erzeugen.
Zu den Hauptkomponenten gehören: Statorkern Funktion: Zur Bildung eines magnetischen Kreises, zur Führung und Konzentration von Magnetfeldern. Aufbau: Es besteht aus vielen kreisförmigen Siliziumstahlblechen mit eingestanzten Nuten, die übereinander gestapelt sind, um Wirbelstromverluste zu reduzieren.
Diese Schlitze dienen zum Einbetten der Statorwicklungen.
Statorwicklung: Funktion: Bei Anlegen von Wechselstrom wird ein rotierendes Magnetfeld erzeugt.
Dies ist das „Herz“ des Motors. Aufbau: Es besteht aus isoliertem Kupfer- oder Aluminiumdraht, der nach bestimmten Regeln gewickelt und in den Schlitz des Statorkerns eingebettet ist.
Ein Drehstrommotor besitzt drei unabhängige Wicklungen (U, V, W), die räumlich in einem elektrischen Winkel von 120 Grad zueinander angeordnet sind. Sockel: Funktion: Fixierung und Abstützung des Statorkerns und der Wicklung sowie Schutz der internen Struktur.
Üblicherweise mit Kühlrippen zur Wärmeableitung ausgestattet. Endabdeckung. Funktion: Zur Unterstützung der Rotorlager, zum Schutz des Motorinneren und zur Gewährleistung der Rundlaufgenauigkeit zwischen Stator und Rotor.
2. Rotor
Der Rotor ist der rotierende Teil des Motors, der durch das Schneiden des rotierenden Magnetfelds des Stators einen induzierten Strom und ein elektromagnetisches Drehmoment erzeugt und dadurch die Last in Rotation versetzt.
Je nach Bauart werden die Rotoren von Wechselstrom-Asynchronmotoren hauptsächlich in zwei Typen unterteilt:
A. Kurzschlussläufer
Dies ist der gebräuchlichste und robusteste Typ.
Rotorkern: ebenfalls aus gestapelten Siliziumstahlblechen gefertigt, mit in die Oberfläche gestanzten Rillen.
Rotorwicklung: Es handelt sich nicht um einen herkömmlichen isolierten Draht, sondern um eine Wicklung aus Rotorstäben und Endringen.
Rotorleiter: Es handelt sich um einen Kupfer- oder Aluminiumstreifen, der in den Rotorschlitz eingesetzt wird.
Endringe: Sie befinden sich an beiden Enden des Rotors und überbrücken alle leitfähigen Stäbe.
Gesamtform: ähnelt einem Eichhörnchenkäfig, daher der Name.
Bei kleinen und mittelgroßen Motoren wird üblicherweise geschmolzenes Aluminium direkt in den Rotorschlitz gegossen, um Führungsstangen, Endringe und sogar Kühlventilatorflügel in einem Arbeitsgang zu formen.
B. Wickelrotor
Wird eingesetzt in Situationen, in denen ein hohes Anlaufdrehmoment oder eine Drehzahlregelung erforderlich ist (z. B. bei Kränen, großen Ventilatoren).
Rotorkern: Ähnlich dem Käfigläufertyp.
Rotorwicklung: eine dreiphasige symmetrische Wicklung aus isolierten Drähten mit der gleichen Polzahl wie die Statorwicklung.
Die Wicklung ist üblicherweise sternförmig angeordnet.
Sammelringe und elektrische Bürsten: Die drei Ausgangsklemmen der Rotorwicklung sind mit den drei Sammelringen verbunden und über elektrische Bürsten mit externen Anlaufwiderständen oder Drehzahlreglern verbunden.
Nach dem Start kann die elektrische Bürste angehoben und die Wicklung mittels einer Kurzschlussvorrichtung kurzgeschlossen werden, um die Betriebseffizienz zu verbessern.
3. Weitere wichtige Komponenten
Luftspalt: Der winzige Luftspalt zwischen Stator und Rotor.
Es ist von entscheidender Bedeutung:
Je kleiner der Luftspalt, desto besser die elektromagnetische Kopplung und desto höher der Wirkungsgrad und der Leistungsfaktor des Motors.
Ein zu kleiner Luftspalt kann jedoch zu Fertigungsschwierigkeiten und möglicher Reibung während des Betriebs führen.
Lager: Am Enddeckel montiert, stützt es die Rotorwelle, um eine reibungslose Rotation zu gewährleisten.
Kühlventilator: Üblicherweise am unbelasteten Ende der Rotorwelle installiert, mit einer externen Haube zur Zwangslüftung und Wärmeabfuhr.
Anschlusskasten: Befindet sich an der Außenseite des Maschinenfußes und dient zum Anschluss von Stromleitungen und internen Wicklungen des Motors (z. B. Stern- oder Dreieckschaltung).




