Wie funktioniert ein Luftreiniger?
Die Reinigungsleistung eines Luftreinigers beruht auf dem Zusammenspiel seiner Kerntechnologien. Unterschiedliche Funktionen basieren auf unterschiedlichen Funktionsprinzipien. Gängige Reinigungstechnologien lassen sich derzeit in drei Kategorien einteilen: mechanische Filtration, chemische Zersetzung und Ionenreinigung. Das Verständnis der Unterschiede zwischen diesen Prinzipien ist entscheidend für die Auswahl des richtigen Produkts. Diese Technologien existieren nicht isoliert; die meisten Produkte nutzen ein kombiniertes Design, um eine umfassende Schadstoffbekämpfung zu gewährleisten.
1. Die wichtigsten Parameter verstehen, um Fehlentscheidungen bei der Produktauswahl zu vermeiden
Das Wichtigste bei der Wahl des richtigen Luftreinigers ist das Verständnis der wichtigsten Parameter und das Vermeiden irreführender Marketingversprechen. Die beiden wichtigsten Indikatoren sind der CADR-Wert und der CCM-Wert. Der CADR-Wert (Clean Air Delivery Rate) bestimmt direkt die Reinigungsleistung und muss der Raumgröße angepasst werden. Die Berechnungsformel lautet: „Raumfläche × Raumhöhe (üblicherweise 2,8 Meter) × 5“. Beispielsweise benötigt ein 15 m² großes Schlafzimmer ein Gerät mit einem CADR-Wert von mindestens 210 m³/h, während für ein Wohnzimmer ein entsprechend höherer Wert erforderlich ist. Der CCM-Wert (Cumulative Clean Mass) gibt die Staubaufnahmekapazität des Filters an und wird in die Klassen P (für Feinstaub) und F (für Formaldehyd) unterteilt. Je höher die Klasse, desto länger die Lebensdauer des Filters. Die Klassen P4 und F4 sind ideal für den Heimgebrauch, da sie den Aufwand und die Kosten für häufige Filterwechsel reduzieren. Zusätzlich sollte auch auf die HEPA-Filterklasse geachtet werden. HEPA-Filter der Klasse H12 und höher filtern über 99,5 % der 0,3-Mikron-Partikel und sind damit ausreichend, um Schadstoffe wie Feinstaub (PM2,5), Pollen und Tierhaare zu beseitigen. Bei frisch renovierten Wohnungen oder Wohnungen mit erhöhter Formaldehydbelastung sollten Produkte mit Aktivkohlefiltern bevorzugt werden. Die Aktivkohle-Füllmenge muss dabei ausreichend sein, um eine Sekundärbelastung nach der Adsorptionssättigung zu vermeiden.
2. Familienszenarien abgleichen und sich auf die Kernbedürfnisse konzentrieren
Zweitens kann die Effektivität des Luftreinigers durch eine präzise Abstimmung auf die individuellen Bedürfnisse der Familie maximiert werden. In frisch renovierten Häusern steht die Formaldehydentfernung im Vordergrund. Hier empfiehlt sich die Auswahl von Geräten mit hohem CADR-Wert für Formaldehyd und dicken Aktivkohlefiltern. Gleichzeitig sollte durch regelmäßiges Lüften (Öffnen der Fenster) die Formaldehydemission durch „aktive Reinigung + Luftzirkulation“ beschleunigt werden. Für Familien mit älteren Menschen, Kindern oder Allergikern ist die Partikelfilterleistung entscheidend. Modelle mit leistungsstarken HEPA-Filtern und geringer Geräuschentwicklung sind hier besonders empfehlenswert, um den Schlaf während des Betriebs nicht zu stören. Haustierbesitzer sollten darauf achten, ob der Luftreiniger über eine Vorrichtung zur Verhinderung von Tierhaaren verfügt. Bei einigen Geräten lässt sich der vordere Vorfilter entnehmen und reinigen, was die Lebensdauer des Hauptfilters verlängert. Für große Räume empfiehlt es sich, Modelle mit App-Steuerung und Zonenreinigung zu wählen oder mehrere kleine Luftreiniger in verschiedenen Bereichen aufzustellen, um eine unvollständige Reinigung durch Überlastung einzelner Geräte zu vermeiden.
3. Entwickeln Sie die richtigen Anwendungsgewohnheiten, um die Reinigungseffizienz zu verbessern.
Die richtige Nutzung trägt maßgeblich zur Reinigungswirkung bei. Viele Verbraucher erzielen nicht die gewünschten Ergebnisse, weil sie Details vernachlässigen. Während des Betriebs sollten Türen und Fenster geschlossen bleiben. Ist eine Belüftung erforderlich, sollte der Luftreiniger kurzzeitig ausgeschaltet werden, um den Austausch zwischen gereinigter und verschmutzter Außenluft zu vermeiden. Der Filterwechsel ist ein wichtiger, aber oft übersehener Punkt. Obwohl die meisten Modelle über eine Filterwechselanzeige verfügen, sollte der Wechselintervall an die Nutzungshäufigkeit angepasst werden. Familien in smogbelasteten Gebieten oder mit Haustieren wird empfohlen, den Filter monatlich zu überprüfen und alle drei bis sechs Monate zu wechseln. Bei Aktivkohlefiltern in neu renovierten Häusern sollte der Wechselzyklus auf zwei bis drei Monate verkürzt werden, um die Freisetzung von Schadstoffen nach Erreichen der Adsorptionssättigung zu verhindern. Der Luftreiniger sollte zudem in einem gut belüfteten, offenen Raum aufgestellt werden, fernab von Wänden und Möbeln, mit einem Abstand von mindestens 10 bis 20 cm zur Wand, um eine Blockierung des Luftstroms zu vermeiden. Durch regelmäßiges Reinigen des Lufteinlasses am Maschinengehäuse und des Primärfilters kann der effiziente Betrieb des Reinigungssystems aufrechterhalten werden.




